Die Meinung der Bevölkerung wird ignoriert!

 

 

Der Autobahn-Halbanschluss Rotkreuz Süd will aus Sicht der Gemeinde und des Kantons auf jeden Fall und mit allen Mitteln realisiert werden.

 

 

Die betroffenen Landbesitzer wurden am 25. April 2019 vom Regierungsrat Florian Weber ins Zentrum Dorfmatt in Rotkreuz zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Von Seite des Kantons waren auch Kantonsingenieur Urs Lehmann und Kantonsplaner René Hutter anwesend. Die Gemeinde Risch war durch Gemeindepräsident Peter Hausherr und Gemeinderat Ruedi Knüsel vertreten. Die Themen der Infoveranstaltung waren Auswertung der öffentlichen Auflage, den Stand der Abklärungen und das weitere Vorgehen.

 

 

 

Bei der öffentlichen Mitwirkung zur Richtplananpassung waren mehr als die Hälfte der Mitwirkenden gegen den geplanten Autobahnhalbanschluss. Erst durch mehrmaliges nachfragen, erhielten wir diese Info. Sehr überraschend war auch, dass die Bevölkerung so zahlreich mitgewirkt hatte. Dies zeigt eindeutig, dass die Zuger den Halbanschluss Süd nicht wollen.

 

 

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Meinung der Bevölkerung nicht ernst genommen und auch im Kantonsrat nicht vertreten wird. Wieso kann man öffentlich Mitwirken, wenn nicht auf die Meinung der Bevölkerung eingegangen wird?

 

 

Auch die Petition der Grünen mit 1000 Unterschriften gegen den Halbanschluss wurde durch die Gemeinde NUR schubladisiert!

 

 

 

Die Kommission Raumplanung Umwelt und Verkehr (bestehend aus 15 Kantonsräten) wird vor den Sommerferien dem Kantonsrat eine Empfehlung zum Halbanschluss Süd abgeben. Der Kantonsrat wird noch dieses Jahr abstimmen, ob der Halbanschluss Süd in den Richtplan aufgenommen wird.

 

 

Die Realisation ist in 8-12 Jahren geplant. Sofern die Gemeinde sich finanziell nicht daran beteiligen muss, kommt es auch zu keiner öffentlichen Abstimmung.

 

 

Das heisst, die Bevölkerung von Rotkreuz, Risch, Buonas, und Holzhäusern hat nichts mehr dazu zu sagen! Das kann und darf nicht sein! 

 

 

Im Namen der IG Halbanschluss NEIN

 

Silvia Knüsel                                                                               

 

 

 

Rotkreuz, 28.05.2019

 

 

 

 

 

Bleibt Rotkreuzer Dorfmattplatz Begegnungsort?

 

 

Silvia Knüsel, Rotkreuz, Mitglied IG Halbanschluss Nein, 17.12. 2018

 

Vor kurzem wurde der Bevölkerung die Zentrumsentwicklung Rotkreuz präsentiert. Die Gemeinde Risch, die SBB und die Gemeinde Risch Immobilen AG (Griag) haben hierzu verschiedene Planungen erarbeitet.

 

 

Der Dorfmattplatz soll in der heutigen Form ein Ort der Begegnung im Alltag wie auch für Vereinsanlässe bleiben. «Der Dorfmattplatz bietet auch in Zukunft Platz für den Wochenmarkt und andere grosse Anlässe in Rotkreuz und bleibt ein Ort der Begegnung». Dies die Ausführungen von Gemeindepräsident Peter Hausherr. Auch die SBB erklärt, dass Bahnhöfe in Zukunft nicht nur Umsteigeorte sind, sondern auch einen hohen Aufenthaltswert aufweisen.

 

 

Vis-à-Vis des Dorfmattplatzes an der Buonaserstrasse soll neuer Wohnraum für Leben im Alter und einen Ersatzbau für das heute bestehende Alterszentrum Dreilinden entstehen. Das Projekt Leben im Alter wurde so angelegt, dass es vom Dorfmattplatz Richtung Süden (Schulanlage und Kirche) offen wirkt und verbindet. Eine direkte Fusswegverbindung vom Bahnhof und Dorfmattplatz zum Schulhaus bleibt bestehen.

 

 

Leider spricht an diesem Abend niemand vom motorisierten Verkehr an der Buonaserstrasse. Ich frage mich ernsthaft wie sich der zunehmende Verkehr auf den Begegnungsort Dorfplatz, Altersheim und Bahnhof auswirken wird. Zudem überqueren viele Schüler diesen Strassenabschnitt, um zur Schule und zu den Sportplätzen zu gelangen. Sollte der Autobahn-Halbanschluss «Rotkreuz Süd» zwischen Rotkreuz und Buonas einst umgesetzt werden, können wir die vielgepriesenen Orte der Begegnung vergessen.

 

Hier dreht man das Rad zurück

 

 

Schicker Rudolf, Hünenberg See, 12.12. 2018

 

Um Dorfkerne vom Durchgangsverkehr zu entlaste, laufen in Nachbargemeinden (Küssnacht, Hünenberg und Cham) Strassenplanungen und -bauten auf Hochtouren.

 

Was in den besagten Gemeinden erreicht werden soll, mag jedoch für die Gemeinde Risch keine Gültigkeit haben.

 

Hier dreht man das Rad zurück.

 

Der Halbanschluss Buonas würde sehr viel Mehrverkehr (laut Angaben Kanton Zug: jeweils 600-700 Autos zusätzlich morgens und abends) und damit eine enorme Zunahme der Lärm- und Schadstoffbelastungen zur Folge haben. Und das in einer Zone, welche den Namen «Dorfkern» wirklich verdient. Nebst den Schulen, (984 Schüler in der Gemeinde Risch) spielt sich das öffentliche Kultur- und Sportleben in dieser Zone ab.

 

 Schon anfangs der neunziger Jahre, als noch eine grosse Fläche Industriegebiet «Rotkreuz Forren» grün war, prophezeite der damalige Ortsplaner Erich Knecht, dass zu gegebener Zeit ein zusätzlicher Autobahnanschluss im Gebiet der Industriestrasse kommen werde, (müsse). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt, so meinte er damals, sei es noch zu früh, die dafür zuständigen Stellen über diese Notwendigkeit zu überzeugen.

 

Mit dem Halbanschluss Buonaserstrasse glauben Planer die Lösung gefunden zu haben.

 

Zu einer Zeit, wo man all dem was blüht und kreucht, immer mehr ungestörten Lebensraum bieten will, werden die Einwohner von Risch-Rotkreuz vor Tatsachen gestellt, mit welchen beabsichtigt wird, das Dorf mit Autokolonnen zu «beleben».

 

 

Gemeinderat Risch politisiert an der Bevölkerung vorbei

Hanni Schriber-Neiger, Präsidentin Grüne Risch-Rotkreuz, Rotkreuz, 12. Dezember 2018


 

Knapp tausend Personen haben die Petition der Grünen Risch-Rotkreuz gegen den geplanten Autobahn-Halbanschluss «Rotkreuz Süd» an der Buonaserstrasse unterzeichnet. Mittlerweile hat sich ebenfalls eine Interessensgemeinschaft «Halbanschluss Nein» formiert, deren Mitgliederzahl schnell wachsend ist. Das Zeichen ist deutlich – die Rischer Bevölkerung will keine Verkehrsflut durch ihre Dörfer.

 

Am 17. Dezember, morgens um acht Uhr, überreichen die Grünen Risch-Rotkreuz die Petition dem Gemeindepräsident und dem Gemeindeschreiber. Nun liegt es am Gemeinderat, dieses eindeutige Signal der Bevölkerung wahrzunehmen und sich klar gegen den Autobahn-Halbanschluss einzusetzen. Auch muss das Rischer Gesamtverkehrskonzept bei diesem Punkt revidiert werden.

 

 

Der geplante Halbanschluss bringt eine Verkehrslawine nach Rotkreuz

 

Pius Hefti, Rotkreuz, 03. November 2018

Zuger Zeitung

 

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass die Mehrheit der Einwohner der Gemeinde Risch nicht weiss, um was es bei dieser Richtplanänderung «Autobahn-Halbanschluss Buonaserstrasse» im Gesamtverkehrskonzept geht. Aufgrund dessen wurde an der Buonaserstrasse die Autobahnein- und Ausfahrt ausgesteckt und beschildert. Damit möchten wir (eingefleischte Rotkreuzer, welchen die Zukunft des Dorfes am Herzen liegt) die Bevölkerung informieren und sensibilisieren. Der Autoverkehr auf der Südseite der Bahnlinie soll in Zukunft den neuen Autobahnanschluss an der Buonaserstrasse benutzen.Das bedeutet eine massive Zunahme des Durchgangsverkehrs durch die 20er-Zoneund Schulzone im Zentrum von Rotkreuz.

 

Insbesondere Schulkinder, Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums und die Menschen, welche den Rotkreuzer Dorfplatz queren, auf den Zug eilen oder die Sportplätze benützen,sind stark betroffen. Gemäss Berechnungen werden 650 Autos pro Stunde die Buonaserstrasse befahren. Der Halbanschluss Buonaserstrasse wird mehr motorisierten Verkehr anziehen und in allen vier Dörfern der Gemeinde Risch das Verkehrsproblem noch zusätzlich verschärfen. Diese Kantonsstrassen, vor allem im Zentrum von Risch, sind für diesen Mehrverkehr nicht ausgelegt.

 

Zu viele Menschen der Gemeinde Risch wären in ihrer Lebensqualität durch eine weitere Verkehrs­lawine stark beeinträchtigt. Zudem entsteht eine starke Lärmbelastung in der Nähe der Wohngebiete von Risch, Buonas und Rotkreuz. Die Gemeinde Risch Rotkreuz hat zirka 11000 Einwohner. Zwei Autobahneinfahrten und -ausfahrten stehen in keinem Verhältnis zur Bevölkerungszahl. Autobahnanschlüsse werden in der Schweiz vom Bund realisiert und finanziert. Hier aber wird sich der Kanton mit 50 bis 70 Prozent finanziell daran beteiligen. 15 bis 25 Millionen Franken sollen der Halbanschluss und der Bypass am Kreisel Forren kosten. Die Kosten für die flankierenden Massnahmen sind hier nicht eingerechnet. Der neue Halbanschluss ist nur 700 Meter von der bestehenden Ausfahrt entfernt. Das ist viel zu nahe.

 

In der Schweiz sind die Ausfahrten mindestens 2 bis 3 Kilometer voneinander entfernt. In unserer schnell lebenden, digitalen, leistungsorientierten Welt ist der Ausgleich in der Natur immens wichtig. Daher braucht unsere Bevölkerung aus Risch-Rotkreuz dieses Naherholungsgebiet. Im Sijentalwald leben Tiere aller Art. Durch die immer stärkere Zersiedelung und Lärmbelastung ist die Artenvielfalt gefährdet. Je mehr Strassen gebaut werden, desto mehr Verkehr gibt es. Im Durchschnitt sind heute nur 1,2 Personen in einem Auto unterwegs. Daher muss zwingend ein Umdenken stattfinden, sei es mit Carpooling (Gemeinschaftsfahrten), flexiblen Arbeitszeiten, Arbeiten von zu Hause aus, Benutzung und Förderung der öffentlichen Verkehrsmittel, Ausbau von Velowegen. Der Ausbau von weiteren Strassen ist kontraproduktiv und gefährdet die Zukunft der nächsten Generationen. Die Grüne Partei von Risch-Rotkreuz ist gegen den geplanten Halbanschluss Buonaserstrasse und sammelt zur Zeit Unterschriften für eine Petition. Jedermann kann diese Petition bis Mitte Dezember unterschreiben. Dies ist auch elektronisch möglich. Zudem besteht die Möglichkeit, zur geplanten Richtplanänderung im Mitwirkungsverfahren bis zum 18. Dezember Stellung zu nehmen.

 


Gesamtverkehrskonzept in Rotkreuz - NEIN zum neuen Autobahnanschluss

Josef Kaufmann, Rotkreuz, Leserbrief in der Zuger Zeitung, Oktober 2018

 

Aufgrund der ungebremsten Siedlungsentwicklung hat der Individualverkehr in der Gemeinde Risch dramatisch zugenommen und ist zu einer immer grösseren Belastung für die Bewohner geworden. Laut Zukunftsvoraussagen wird der Verkehr weiter zunehmen und der  Gemeinderat hat nun mit grosser Verzögerung ein Gesamtverkehrskonzept verabschiedet, wobei die Bevölkerung und Firmen eingeladen waren, Ideen für das Gesamtkonzept einzubringen.

 

Das Gesamtverkehrskonzept enthält einige Massnahmen zu Gunsten des Langsamverkehrs und des öffentlichen Verkehrs. Das ist gut. Hingegen sind nur wenige Massnahmen vorgesehen, welche eine Reduktion des individuellen Fahrzeugverkehrs zum Ziel haben. Im Gegenteil – geplant ist ein neuer Autobahnanschluss an der Buonaserstrasse. Laut Mitwirkungsbericht zum Verkehrskonzept waren 19 Eingaben (vor allem Firmen) für den Autobahnanschluss, jedoch 20  Eingaben von Bewohnern dagegen. Leider unterschätzt der Gemeinderat die zukünftige Verkehrssituation und übernimmt die Planungsvorschläge des ASTRA ohne die Anliegen der Rischer Bevölkerung Ernst zu nehmen.

 

Erfahrungsgemäss führen neue Strassen immer zu Mehrverkehr. Durch den geplanten neuen Autobahnanschluss werden Rotkreuz, Buonas und Risch mit massiven Verkehrsbelastungen rechnen müssen. Attraktive Wohngebiete und der öffentliche Lebensraum werden mit zusätzlichem Durchgangsverkehr belastet und an Attraktivität verlieren. Es kann nicht sein, dass der Fahrzeugverkehr zu Gunsten eines lukrativen Gewerbestandortes in Gebiete, wo mehrheiltich das öffentliche Leben der Gemeinde stattfindet, verlagert wird.

 

Zurzeit werden im Rahmen einer Petition Unterschriften gegen den geplanten Autobahnanschluss gesammelt. Bereits haben mehr als 700 Menschen die Petition unterzeichnet. Vom 20. Oktober bis 18. Dezember 2018 dauert die kantonale öffentliche Auflage der Richtplananpassung. Ich fordere den Gemeinderat und die Rischer Kantonsräte auf, die vielen geäusserten Bedenken der Einwohnerinnen und Einwohner Ernst zu nehmen und das Auflageverfahren des Richtplans zu nutzen und das Verkehrskonzept ohne den Autobahnanschluss an der Buonaserstrasse anzupassen und dies bei den Verantwortlichen des ASTRA entsprechend zu fordern.

 

Halbanschluss bringt Mehrverkehr

 

Konradin Franzini, Grüne Risch-Rotkreuz, Rotkreuz, 17. März 2018
Zuger Zeitung

 

Letzte Woche flatterte das Parteiblatt der FDP Risch-Rotkreuz in die Haushalte der Gemeinde. Auf der ersten Seite weibelt Bauchef Ruedi Knüsel für die beiden Lösungsvorschläge des Kantons, welche ein neues Verkehrsregime in Rotkreuz vorsehen. Der grosse Wurf ist ein neuer Autobahn-Halbanschluss Buonaserstrasse, genau zwischen Rotkreuz und Buonas gelegen. Dieser soll gemäss Verkehrsexperten die Chamerstrasse entlasten.

 

Wir Grünen Risch-Rotkreuz lehnen jeglichen Mehrverkehr durch die Dörfer Buonas und Rotkreuz ab – zumal in Rotkreuz eine Verkehrsberuhigung im Dorfkern mit einer Begegnungszone umgesetzt ist. Dies brachte deutlich mehr Lebensqualität im Dorfkern. Wir können es uns nicht vorstellen, dass ein Autobahn-Halbanschluss in nächster Nähe zu Wohngebieten, der Schule, dem Dorfplatz und Alterswohnheim gebaut werden sollte.

 

Logischerweise führt dies zu weiterem Pendlerverkehr auch im Dorfkern von Rotkreuz, was sicherlich niemand will. Bereits heute trägt die Gemeinde Risch ein grosses Strassen- und Schienennetz mit grosser Kapazität.

 

Kann da eine zusätzliche Verkehrsflut, ausgelöst durch den Halbanschluss Buonas, ernsthaft die Lösung des Problems sein?